Kärntner Pistengütesiegel: Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Schigebiete

Sicherheit und Service sind das zentrale Anliegen unserer Kärntner Lift- und Seilbahnbetreiber.

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In einer Zeit, in der sich unser Freizeitverhalten tiefgreifend veränderte - von einer beschaulich - entspannenden „Recreation“ zur „ökonomisch – rationalem „Konsumation“, änderten sich auch die Ansprüche in unserem Wintersport:

Bequeme und schnelle Aufstiegshilfen, Pisten und Präparierungen, die ein möglichst optimales „Carvingfeeling“ vermitteln, zielführende Leitsysteme, Adventure-, Fun- und Freerideparks, permanente Rennstrecken, Schiservicestationen, Relax - und Hotspot-zonen u.v.m. Ausreichende Gaststätten, Unterkünfte, Schihütten, Schirmbars, Schneesportschulen und Shops sind selbstverständlich.
Für unsere Touristiker kein einfaches Unterfangen, aber durch umfangreiche Investitionen haben sich unsere Schigebiete zu modernen Freizeitanlagen entwickelt. Kärnten präsentiert sich somit als attraktives Wintersportland.

Auch in Punkto Sicherheit wurde in den letzen Jahren viel unternommen. Gemeinsam mit der Kärntner Pistengütesiegelkommission, arbeiten die Lift- und Seilbahnbetreiber ständig an der Weiterentwicklung der Sicherheitsausstattung. Viele Schigebiete streben nach dem Kärntner Pistengütesiegel und unterziehen sich somit laufenden Qualitäts- und Sicherheitskontrollen. Diese umfassen: Präparierung, Abgrenzung, Markierung, Klassifizierung und Nummerierung von Skipisten; Sicherung von gefährlichen Hindernissen (atypischen Gefahren), Informationen z.B. betreffend Witterung, FIS-Verhaltensregeln, Pistenrettungsdienst, Pistenkontrolle und vieles mehr.

Interessierte Seilbahn- und Liftbetreiber können beim Amt der Kärntner Landesregierung einen Antrag auf Verleihung des Pistengütesiegels stellen.
Im Verlauf der Wintersaison erfolgt eine Überprüfung durch die Kommission und bei Vorliegen der festgelegten Voraussetzungen wird das Schigebiet mit dem Kärntner Pistengütesiegel ausgezeichnet.

Die Pistenhalter sind sich der hohen Verantwortung ihren Gästen gegenüber bewusst, wissen aber auch, dass alle Vorkehrungen lediglich der passiven Sicherheit dienen können. Aktive Sicherheit kann nur vom Pistenbenützer (Schifahrer, Snowboarder) selbst ausgehen.
Wer vorausschauend und rücksichtsvoll fährt, seine Fahrweise auf die Gelände-, Schnee- und Witterungsbedingungen anpasst und vor allem das Eigenkönnen richtig einschätzt, reduziert sein Unfallrisiko wesentlich. Optimal abgestimmte Ausrüstung (Bindungseinstellung, richtige Auswahl der Sportgeräte), Verwenden eines Helmes und nicht zuletzt eine bewusste physische und psychische Vorbereitung tragen zu einem sicheren Schneesportvergnügen bei.

Dr. Raimund Berger
Vorsitzender Kärntner Pistengütesiegelkommission